Informationen für Film- und TV-Produktionen

Einstimmiger Beschluss der Mitglieder des VDNA vom 1.Juli 2020 zu Covid-19-Maßnahmen

Da zahlreiche Maßnahmen von Produktionsfirmen im Zusammenhang von COVID-19 für Kinder und Eltern einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand und finanzielle Einbußen mit sich bringen, ist es erforderlich, die Bereitschaft der Eltern in diese Maßnahmen einzuwilligen, so gut wie möglich sicher zu stellen.

Um dies zu erreichen, haben die Verbandsmitglieder des VDNA einstimmig beschlossen, auf den folgenden Vertragsbestandteilen zu bestehen:

  • Von der Produktion angeordnete Testtage sind zusätzlich mit 80 € zu vergüten.
  • Quarantänetage sind zusätzlich mit  150 € zu vergüten, denn sie betreffen ja nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern die gesamte Familie, Eltern müssen Arbeitsurlaub nehmen.
  • Sogenannte Brückentage, bei denen die Quarantäne weiterhin eingehalten werden muss, sind ebenfalls mit zusätzlich 150 € zu vergüten.

Rietz Casting & Agentur, Next Generation, Agentur Neidig, Agentur Tomorrow, Agentur Kinokind, Agentur Schwarz, Fischers Fritzis, Agentur Walcher, Agentur Young Actors.

Die Mitglieder des Verbandes bestehen des Weiteren bei Vermittlungen an professionelle Produktionen auf folgenden Konditionen:

Die Mindestgage für Kinder beträgt 250 €. Bei jungen Erwachsenen gilt die sogenannte Einstiegsgage lt. Tarifvertrag zwischen BFFS und Produzentenallianz als nicht verhandelbare Mindestgage, was im konkreten Fall eine höhere Gage nicht ausschließt.

Bei Kindern, die von Ihren Eltern bei den Dreharbeiten bei den Dreharbeiten begleitet/betreut werden müssen, muss für die Eltern eine Betreuungspauschale vereinbart werden. Diese beträgt am Wohnort(im Umkreis des Wohnortes) 80 €, außerhalb des Wohnortes aber innerhalb Deutschlands 100 €, und im Ausland 120 €. Die Betreuungspauschale bezieht sich dabei auf die tatsächlich produktionsbedingt zu leistenden Betreuungstage und nicht nur auf die Drehtage. Für Reisetage innerhalb Europas wird eine Betreuungspauschale von 50 % fällig, bei Reisen ins außereuropäische Ausland von 100 %.

Wenn Drehtage  von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen außerhalb von Schulferien liegen, ist in den Mitwirkungsverträgen eine Übernahme der Kosten für Nachhilfeunterricht dann zu vereinbaren, wenn die Anzahl der Ausfalltage in der Schule sechs Tage überschreitet. Dadurch soll die Zustimmung von Schulen und Eltern zu Dreharbeiten ebenso gesichert werden, wie die Stabilität der schulischen Leistungen. Die Kosten werden dabei pro tatsächlichen Ausfalltag berechnet (also auch für eventuelle Brückentage, wenn außerhalb des Wohnortes gedreht wird) und sind pro Ausfalltag mit 50 € zu veranschlagen. Die Eltern werden im Vertrag verpflichtet, der jeweiligen Filmgeschäftsführung spätestens 8 Wochen nach Abschluss der Dreharbeiten, einen schriftlichen Nachweis über die tatsächlichen Kosten des Nachhilfeunterrichts zuzuschicken, damit diese dann zur Zahlung angewiesen werden können.

Erhält eine Produktion durch die zuständigen Behörden hinsichtlich der täglich zulässigen Aufenthaltszeit eines Kindes am Set die Genehmigung, die im Normalfall zulässigen 5 Stunden zu überschreiten, sollte sich dies an den Tagen, an denen die im Normalfall zulässige Aufenthaltszeit überschritten wird, auch in der Gagengestaltung niederschlagen.